Lexikon Druckvorstufe, Druck und Medienproduktion

Fachlexikon für Auszubildende in der Druck- und Medienbranche

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1.1 Grundlagen und Workflow

Druckvorstufe: Die Druckvorstufe, auch Prepress genannt, umfasst alle Prozesse, die vor dem eigentlichen Druck stattfinden. Ziel ist es, eine fehlerfreie Druckform oder Druckvorlage zu erstellen. Dazu gehören die Datenaufbereitung, das Farbmanagement, die Layouterstellung und die Rasterung. In der modernen Druckindustrie ist die Druckvorstufe vollständig digitalisiert und wird oft als Desktop Publishing (DTP) bezeichnet.

Prepress: Prepress ist der englische Begriff für die Druckvorstufe und wird international synonym verwendet. Er beschreibt den gesamten Prozess der Vorbereitung von digitalen Daten für den Druck.

Reproduktion: Die Reproduktion, oft auch als Repro bezeichnet, ist ein Teilbereich der Druckvorstufe. Sie befasst sich mit der originalgetreuen Wiedergabe von Vorlagen wie Fotos, Grafiken oder Texten. Dazu gehört das Scannen, die Bildbearbeitung und die Farbkorrektur, um eine hohe Qualität im Druck zu gewährleisten.

Workflow: Ein Workflow in der Druckvorstufe beschreibt den standardisierten Arbeitsablauf von der Datenannahme bis zur fertigen Druckform. Ein effizienter Workflow ist entscheidend für eine termingerechte und qualitativ hochwertige Produktion. Er umfasst klar definierte Schritte und Verantwortlichkeiten, um Fehler zu minimieren und die Produktivität zu steigern.

Desktop Publishing (DTP): Desktop Publishing, abgekürzt DTP, bezeichnet die Erstellung von Layouts und Druckvorlagen am Computer. Mit spezieller Software wie Adobe InDesign, QuarkXPress oder Affinity Publisher werden Texte, Bilder und Grafiken zu einem fertigen Dokument zusammengefügt. DTP hat die traditionellen manuellen Techniken der Druckvorstufe weitgehend abgelöst.

1.2 Dateiformate und Datenaufbereitung

PDF/X: PDF/X ist ein standardisiertes Dateiformat für die Übermittlung von Druckdaten. Es basiert auf dem Portable Document Format (PDF) von Adobe, enthält aber zusätzliche Einschränkungen, um drucktechnische Probleme zu vermeiden. So müssen beispielsweise alle Schriften und Bilder eingebettet sein, und es dürfen keine interaktiven Elemente wie Formularfelder oder Videos enthalten sein. Es gibt verschiedene PDF/X-Standards (z.B. PDF/X-1a, PDF/X-3, PDF/X-4), die je nach Druckverfahren und Anforderungen verwendet werden.

EPS: Encapsulated PostScript (EPS) ist ein Dateiformat für den Austausch von Vektorgrafiken. Es wurde von Adobe entwickelt und war lange Zeit ein Standard in der Druckvorstufe. EPS-Dateien können sowohl Vektor- als auch Rastergrafiken enthalten und werden von den meisten Layout- und Grafikprogrammen unterstützt. Heute wird EPS zunehmend durch das flexiblere PDF-Format abgelöst.

JPEG: JPEG (Joint Photographic Experts Group) ist ein weit verbreitetes Dateiformat für die Komprimierung von Rastergrafiken, insbesondere von Fotos. Es ermöglicht eine hohe Kompressionsrate, was zu kleinen Dateigrößen führt. Allerdings ist die Komprimierung verlustbehaftet, was bei zu starker Komprimierung zu Qualitätsverlusten führen kann. Für den hochwertigen Druck sollten JPEG-Dateien in hoher Qualität gespeichert werden.

Artwork: Artwork bezeichnet die Gesamtheit aller grafischen Elemente einer Druckvorlage, also Texte, Bilder, Logos und andere Gestaltungselemente. Ein sauberes und korrekt aufbereitetes Artwork ist die Grundlage für ein qualitativ hochwertiges Druckergebnis.

Separationserstellung: Die Separationserstellung, auch Farbseparation genannt, ist der Prozess, bei dem ein Farbbild in die einzelnen Druckfarben (in der Regel Cyan, Magenta, Gelb und Schwarz – CMYK) zerlegt wird. Für jede Farbe wird eine separate Druckform erstellt. Dieser Prozess ist notwendig, um mehrfarbige Bilder im Offset- oder Tiefdruckverfahren drucken zu können.

1.3 Farbmanagement

CMYK: CMYK steht für die vier Grundfarben des subtraktiven Farbmodells: Cyan, Magenta, Yellow (Gelb) und Key (Schwarz). Dieses Farbmodell wird im Vierfarbdruck verwendet, um eine breite Palette von Farben zu erzeugen. Durch die Mischung dieser vier Farben können die meisten Farbtöne gedruckt werden.

RGB: RGB steht für die drei Grundfarben des additiven Farbmodells: Rot, Grün und Blau. Dieses Farbmodell wird für die Darstellung von Farben auf digitalen Bildschirmen wie Monitoren, Fernsehern oder Smartphones verwendet. Da Bildschirme Licht aussenden, werden die Farben durch die Addition von Licht erzeugt. Für den Druck müssen RGB-Bilder in das CMYK-Farbmodell umgewandelt werden.

Colour Management: Colour Management (Farbmanagement) ist der Prozess der Kontrolle und Steuerung von Farben über verschiedene Geräte hinweg, um eine konsistente Farbwiedergabe zu gewährleisten. Ziel ist es, dass die Farben auf dem Monitor, dem Proof und im fertigen Druckprodukt so ähnlich wie möglich aussehen. Dazu werden Farbprofile und spezielle Software verwendet.

Print Colour Management: Print Colour Management ist ein spezialisierter Bereich des Farbmanagements, der sich auf die Farbkonsistenz im Druckprozess konzentriert. Es umfasst die Kalibrierung von Druckmaschinen, die Erstellung von Farbprofilen für verschiedene Papiere und Druckverfahren sowie die Qualitätskontrolle der gedruckten Farben.

Farbmodell: Ein Farbmodell ist ein abstraktes mathematisches Modell, das Farben als Tupel von Zahlen beschreibt. Die gebräuchlichsten Farbmodelle in der Druck- und Medienbranche sind RGB und CMYK. Andere Farbmodelle wie Lab oder HSB werden ebenfalls für spezifische Anwendungen verwendet.

Farbprofil: Ein Farbprofil, auch ICC-Profil genannt, beschreibt den Farbraum eines bestimmten Geräts, z. B. eines Monitors, Scanners oder einer Druckmaschine. Es ermöglicht eine farbverbindliche Umwandlung von Farben zwischen verschiedenen Geräten. Durch die Verwendung von Farbprofilen kann sichergestellt werden, dass die Farben auf verschiedenen Ausgabegeräten konsistent wiedergegeben werden.

Farbraum: Ein Farbraum ist die Menge aller Farben, die von einem bestimmten Gerät oder in einem bestimmten Farbmodell dargestellt werden können. Der Farbraum eines Monitors ist beispielsweise in der Regel größer als der Farbraum einer Druckmaschine. Die Umwandlung von Farben zwischen verschiedenen Farbräumen ist eine zentrale Aufgabe des Farbmanagements.

ICC-Profile: ICC-Profile sind standardisierte Dateien, die Farbprofile gemäß den Spezifikationen des International Color Consortium (ICC) enthalten. Sie sind die Grundlage für ein funktionierendes Farbmanagement und werden von den meisten professionellen Grafik- und Layoutprogrammen unterstützt.

Sonderfarben: Sonderfarben, auch Volltonfarben genannt, sind vorgemischte Druckfarben, die nicht aus den vier CMYK-Farben erzeugt werden. Sie werden verwendet, um exakte Farbtöne zu erzielen, die außerhalb des CMYK-Farbraums liegen, oder um eine hohe Farbkonsistenz zu gewährleisten (z.B. bei Firmenlogos). Bekannte Sonderfarbsysteme sind Pantone oder HKS.

Subtraktive Farben: Subtraktive Farben sind Farben, die durch die Subtraktion von Licht entstehen. Wenn Licht auf eine bedruckte Oberfläche trifft, werden bestimmte Wellenlängen des Lichts von den Druckfarben absorbiert (subtrahiert) und der Rest wird reflektiert. Das CMYK-Farbmodell ist ein subtraktives Farbmodell.

1.4 Proof und Qualitätskontrolle

Proof: Ein Proof ist ein farbverbindlicher Probedruck, der das zu erwartende Druckergebnis simuliert. Er dient zur Überprüfung von Farben, Layout und Text vor dem endgültigen Druck. Ein Proof ist ein wichtiges Instrument der Qualitätskontrolle und hilft, teure Fehldrucke zu vermeiden.

Hardproof: Ein Hardproof ist ein physischer Probedruck auf Papier. Er wird auf speziellen Proofdruckern erstellt, die das Druckergebnis einer Druckmaschine sehr genau simulieren können. Ein Hardproof dient zur visuellen Beurteilung von Farben und Details und ist oft Vertragsbestandteil zwischen Druckerei und Kunde.

Softproof: Ein Softproof ist die farbverbindliche Darstellung eines Druckergebnisses auf einem kalibrierten Monitor. Er ermöglicht eine schnelle und kostengünstige Überprüfung von Farben und Layout, ohne dass ein physischer Probedruck erstellt werden muss. Für eine hohe Farbgenauigkeit ist ein kalibrierter Monitor und die Verwendung von Farbprofilen unerlässlich.

Content-Proof: Ein Content-Proof ist ein Probedruck, der hauptsächlich zur Überprüfung des Inhalts (Texte, Bilder, Stand) dient. Die Farbverbindlichkeit ist hierbei nicht das primäre Ziel. Er kann als einfacher Ausdruck auf einem Bürodrucker oder als niedrig aufgelöstes PDF erstellt werden.

Contract-Proof: Ein Contract-Proof (Vertrags-Proof) ist ein farbverbindlicher Hardproof, der als rechtsverbindliche Vorlage für den Auflagendruck dient. Er wird vom Kunden freigegeben und ist die Referenz für die Farbabstimmung an der Druckmaschine.

Target-Proof: Ein Target-Proof ist ein Probedruck, der auf einem bestimmten Ziel-Druckverfahren und -material abgestimmt ist. Er simuliert das Druckergebnis unter Berücksichtigung der spezifischen Eigenschaften von Druckmaschine und Bedruckstoff.

Remote-Proof: Ein Remote-Proof ist ein Verfahren, bei dem Proofs an unterschiedlichen Standorten mit denselben Qualitätsstandards erstellt werden können. Dies ermöglicht eine schnelle und effiziente Zusammenarbeit zwischen Agenturen, Kunden und Druckereien, auch über große Entfernungen hinweg.

1.5 Raster und Bildbearbeitung

Raster: Ein Raster ist ein regelmäßiges Muster aus Punkten, Linien oder anderen geometrischen Formen, das zur Simulation von Halbtönen im Druck verwendet wird. Da im Druck in der Regel nur Volltonfarben gedruckt werden können, müssen Bilder und Farbverläufe in kleine Rasterpunkte zerlegt werden. Die Größe und der Abstand der Rasterpunkte erzeugen die Illusion von verschiedenen Helligkeitsstufen.

Rasterweite: Die Rasterweite, auch Rasterfrequenz genannt, gibt die Anzahl der Rasterpunkte pro Längeneinheit an und wird in Linien pro Zentimeter (L/cm) oder Linien pro Zoll (lpi) gemessen. Eine höhere Rasterweite führt zu feineren Details und einer höheren Bildqualität, stellt aber auch höhere Anforderungen an das Druckverfahren und das Papier.

Rasterwinkelung: Die Rasterwinkelung beschreibt den Winkel, in dem die Rasterpunkte für die einzelnen Druckfarben angeordnet sind. Um unerwünschte Muster (Moiré) zu vermeiden, müssen die Raster für die vier CMYK-Farben in bestimmten Winkeln zueinander gedreht werden. Die Standardwinkel sind in der Regel 15° für Cyan, 75° für Magenta, 0° für Gelb und 45° für Schwarz.

Rasterwalze: Die Rasterwalze ist ein zentrales Bauteil im Flexo- und Tiefdruck. Sie überträgt die Druckfarbe auf die Druckform. Die Oberfläche der Rasterwalze ist mit kleinen Näpfchen versehen, die eine definierte Menge an Farbe aufnehmen und abgeben. Die Feinheit der Rasterwalze muss auf die Rasterweite der Druckform abgestimmt sein.

Wabenraster: Ein Wabenraster ist eine spezielle Art von Raster, bei dem die Rasterpunkte in einer wabenförmigen Struktur angeordnet sind. Dies kann zu einer verbesserten Detailwiedergabe und einer Reduzierung von Moiré-Effekten führen.

Spezialraster: Spezialraster sind Rastertechnologien, die von den herkömmlichen amplitudenmodulierten (AM) Rastern abweichen. Dazu gehören frequenzmodulierte (FM) Raster, bei denen die Rasterpunkte in einer zufälligen Anordnung platziert werden, oder Hybridraster, die die Vorteile von AM- und FM-Rastern kombinieren. Spezialraster können zu einer höheren Bildqualität und einer besseren Detailwiedergabe führen.

Kissenraster: Ein Kissenraster ist ein Raster, bei dem die Rasterpunkte in den Lichtern (hellen Bildbereichen) kleiner sind und in den Tiefen (dunklen Bildbereichen) größer werden. Dies kann zu einer weicheren und natürlicheren Wiedergabe von Hauttönen und Verläufen führen.

Moiré: Ein Moiré ist ein unerwünschtes Interferenzmuster, das bei der Überlagerung von zwei oder mehr Rastern entstehen kann. Es äußert sich als störendes, wellen- oder rosettenförmiges Muster im Druckbild. Eine korrekte Rasterwinkelung ist entscheidend, um Moiré-Effekte zu vermeiden.

Rosettenbildung: Die Rosettenbildung ist ein Phänomen, das bei der korrekten Überlagerung der vier CMYK-Raster entsteht. Die Rasterpunkte bilden kleine, rosettenförmige Muster, die für das menschliche Auge kaum sichtbar sind und zu einer sauberen und störungsfreien Farbmischung führen.

Auflösung: Die Auflösung beschreibt die Detailgenauigkeit einer digitalen Bilddatei und wird in der Regel in Pixel pro Zoll (ppi) oder Dots per Inch (dpi) angegeben. Für den hochwertigen Druck ist eine ausreichend hohe Auflösung erforderlich, um ein scharfes und detailreiches Druckergebnis zu erzielen. Eine gängige Empfehlung für den Offsetdruck ist eine Auflösung von 300 ppi.

2. TYPOGRAFIE UND LAYOUT

2.1 Schrift und Gestaltung

Typografie: Typografie ist die Kunst und das Handwerk der Gestaltung von Text. Sie umfasst die Auswahl von Schriftarten, Schriftgrößen, Zeilenabständen, Buchstabenabständen und anderen Parametern, um einen Text lesbar, verständlich und ästhetisch ansprechend zu gestalten. Gute Typografie ist entscheidend für die Wirkung und die Lesbarkeit von gedruckten und digitalen Medien.

Schrift: Eine Schrift ist ein Satz von Schriftzeichen (Buchstaben, Zahlen, Satzzeichen) mit einem einheitlichen Design. Schriften werden in verschiedene Kategorien eingeteilt, z. B. Serifenschriften, serifenlose Schriften, Schreibschriften oder Zierschriften. Die Wahl der richtigen Schrift hat einen großen Einfluss auf die Tonalität und die Lesbarkeit eines Textes.

Schriftgestaltung: Schriftgestaltung, auch Schriftentwurf oder Type Design genannt, ist der Prozess der Gestaltung von neuen Schriften. Schriftgestalter entwerfen die Form und die Ästhetik der einzelnen Schriftzeichen und legen die Regeln für ihr Zusammenspiel fest.

Layout: Das Layout ist die Anordnung von Texten, Bildern und anderen grafischen Elementen auf einer Seite oder in einem Medium. Ein gutes Layout sorgt für eine klare Struktur, eine gute Lesbarkeit und eine ansprechende visuelle Gestaltung. Es berücksichtigt Aspekte wie Hierarchie, Weißraum, Ausrichtung und Komposition.

InDesign: Adobe InDesign ist eine professionelle Layout- und Satzsoftware, die in der Druck- und Medienbranche weit verbreitet ist. Sie wird zur Erstellung von Broschüren, Magazinen, Büchern, Plakaten und anderen Druckprodukten verwendet. InDesign bietet umfangreiche Werkzeuge für Typografie, Layout und die Verwaltung von Farben und Bildern.

2.2 Satz und Montage

Satz: Der Satz bezeichnet den Prozess der Anordnung von Text in Zeilen, Absätzen und Spalten. Früher wurde der Satz manuell mit Bleilettern durchgeführt (Bleisatz), heute erfolgt er digital am Computer (Computersatz). Zum Satz gehören die Einstellung von Schriftart, Schriftgröße, Zeilenabstand, Ausrichtung und anderen typografischen Parametern.

Bogenmontage: Die Bogenmontage, auch Ausschiessen genannt, ist der Prozess, bei dem die einzelnen Seiten eines Druckprodukts so auf dem Druckbogen angeordnet werden, dass sie nach dem Drucken, Falzen und Schneiden in der richtigen Reihenfolge erscheinen. Die Bogenmontage ist ein wichtiger Schritt in der Druckvorstufe, um ein korrekt gebundenes Produkt zu erhalten.

Nutzen: Ein Nutzen ist die Anordnung von mehreren Exemplaren eines Druckprodukts auf einem Druckbogen. Durch die Platzierung von mehreren Nutzen auf einem Bogen kann das Material optimal ausgenutzt und die Produktionskosten gesenkt werden. Die Anzahl der Nutzen pro Bogen hängt von der Größe des Produkts und des Druckbogens ab.

Anschnitt: Der Anschnitt, auch Beschnittzugabe genannt, ist ein Bereich, der über das Endformat eines Druckprodukts hinausragt. Bilder, Grafiken oder farbige Flächen, die bis zum Rand des Produkts reichen sollen, müssen in den Anschnitt hineinragen. Dadurch werden unschöne weiße Blitzer am Rand vermieden, die durch geringe Ungenauigkeiten beim Schneiden entstehen können. Der Anschnitt beträgt in der Regel 3 mm.

Beschnittrand: Der Beschnittrand ist der Bereich, der nach dem Druck abgeschnitten wird, um das Endformat des Produkts zu erreichen. Er umfasst den Anschnitt und eventuelle Beschnittmarken.

Beschnittmarken: Beschnittmarken sind kleine Linien, die außerhalb des Endformats auf dem Druckbogen platziert werden. Sie zeigen an, wo das Produkt nach dem Druck geschnitten werden muss. Beschnittmarken sind wichtig für eine präzise Weiterverarbeitung.

3. DRUCKTECHNIK

3.1 Druckverfahren

Offsetdruck: Der Offsetdruck ist ein indirektes Flachdruckverfahren und das am weitesten verbreitete Druckverfahren für hohe Auflagen. Die Druckfarbe wird von einer Druckplatte auf ein Gummituch und von dort auf das Papier übertragen. Der Offsetdruck zeichnet sich durch eine hohe Druckqualität, eine gute Detailwiedergabe und eine hohe Wirtschaftlichkeit bei großen Auflagen aus.

Digitaldruck: Der Digitaldruck ist ein Druckverfahren, bei dem das Druckbild direkt vom Computer an die Druckmaschine übertragen wird, ohne dass eine statische Druckform benötigt wird. Dies ermöglicht personalisierte Drucke, kleine Auflagen und schnelle Produktionszeiten. Die wichtigsten Digitaldruckverfahren sind der Elektrofotografie (mit Toner) und der Tintenstrahldruck.

Tiefdruck: Der Tiefdruck ist ein Druckverfahren, bei dem die zu druckenden Elemente als Vertiefungen (Näpfchen) in einem Druckzylinder eingraviert sind. Die Näpfchen werden mit Farbe gefüllt und die überschüssige Farbe wird von der Oberfläche des Zylinders entfernt. Das Papier wird dann mit hohem Druck gegen den Zylinder gepresst und nimmt die Farbe aus den Näpfchen auf. Der Tiefdruck wird für sehr hohe Auflagen wie Kataloge, Zeitschriften und Verpackungen verwendet.

Flexodruck: Der Flexodruck ist ein Hochdruckverfahren, bei dem eine flexible Druckform (Fotopolymerplatte) verwendet wird. Die erhabenen Stellen der Druckform werden mit Farbe eingefärbt und direkt auf den Bedruckstoff gedruckt. Der Flexodruck eignet sich für eine Vielzahl von Materialien, insbesondere für Verpackungen wie Folien, Etiketten und Wellpappe.

Siebdruck: Der Siebdruck ist ein Durchdruckverfahren, bei dem die Druckfarbe mit einer Gummirakel durch ein feinmaschiges Gewebe (Sieb) auf den Bedruckstoff gedrückt wird. Die nicht zu druckenden Stellen des Siebes werden durch eine Schablone farbundurchlässig gemacht. Der Siebdruck eignet sich für eine Vielzahl von Materialien und wird für Textilien, Plakate, Schilder und industrielle Anwendungen eingesetzt.

Rotationssiebdruck: Der Rotationssiebdruck ist eine Weiterentwicklung des Siebdrucks, bei dem ein zylindrisches Sieb verwendet wird. Dies ermöglicht einen kontinuierlichen Druckprozess und hohe Produktionsgeschwindigkeiten. Der Rotationssiebdruck wird hauptsächlich im Textil- und Tapetendruck eingesetzt.

Buchdruck: Der Buchdruck, auch Hochdruck genannt, ist das älteste Druckverfahren und wurde von Johannes Gutenberg erfunden. Dabei werden erhabene Druckelemente (Lettern, Klischees) mit Farbe eingefärbt und direkt auf das Papier gepresst. Der Buchdruck wird heute nur noch für spezielle Anwendungen wie hochwertige Geschäftsdrucksachen, Künstlerbücher oder Prägungen (Letterpress) eingesetzt.

3.2 Druckformen und -platten

Druckform: Eine Druckform ist ein Bildträger, der die zu druckenden und nicht zu druckenden Bereiche eines Druckmotivs enthält. Je nach Druckverfahren hat die Druckform unterschiedliche Eigenschaften. Im Hochdruck sind die druckenden Bereiche erhaben, im Tiefdruck vertieft und im Flachdruck (Offsetdruck) liegen sie auf einer Ebene.

Druckplatte: Eine Druckplatte ist eine spezielle Art von Druckform, die im Offsetdruck verwendet wird. Sie besteht in der Regel aus Aluminium und ist mit einer lichtempfindlichen Schicht überzogen. Die Druckplatte wird mit dem Druckmotiv belichtet und entwickelt, wodurch die druckenden und nicht druckenden Bereiche entstehen.

Offsetplatte: Die Offsetplatte ist die Druckform für den Offsetdruck. Sie ist eine dünne Aluminiumplatte, die auf einer Seite mit einer fotopolymeren Schicht versehen ist. Nach der Belichtung und Entwicklung nimmt die druckende Fläche Farbe an und stößt Wasser ab, während die nicht druckende Fläche Wasser annimmt und Farbe abstößt.

Prozessfreie Druckplatten: Prozessfreie Druckplatten sind eine neuere Entwicklung im Offsetdruck. Sie müssen nach der Belichtung nicht mehr chemisch entwickelt werden, sondern werden direkt in der Druckmaschine unter Verwendung des Feucht- und Farbwerks entwickelt. Dies spart Zeit, Kosten und schont die Umwelt.

RFID-Druckform: Eine RFID-Druckform ist eine Druckform, die mit einem RFID-Chip (Radio-Frequency Identification) ausgestattet ist. Der Chip kann Informationen über die Druckform speichern, z. B. Auftragsdaten, Druckparameter oder die Anzahl der gedruckten Exemplare. Dies ermöglicht eine automatisierte Erfassung und Steuerung der Druckproduktion.

3.3 Druckmaschinen und -zylinder

Druckzylinder: Ein Druckzylinder ist ein zylindrischer Körper in einer Druckmaschine, der die Druckform trägt oder am Druckprozess beteiligt ist. Je nach Druckverfahren gibt es unterschiedliche Arten von Zylindern, z. B. Plattenzylinder, Gummizylinder oder Gegendruckzylinder.

Tiefdruckzylinder: Der Tiefdruckzylinder ist die Druckform im Tiefdruck. Er ist ein schwerer Stahlzylinder, der mit einer Kupferschicht überzogen ist. In die Kupferschicht werden die zu druckenden Elemente als kleine Näpfchen eingraviert. Der Tiefdruckzylinder ist sehr langlebig und eignet sich für extrem hohe Auflagen.

Gummituchzylinder: Der Gummituchzylinder, auch Gummizylinder genannt, ist ein Zylinder im Offsetdruck, der mit einem Gummituch bespannt ist. Er überträgt das Druckbild von der Druckplatte auf das Papier. Das Gummituch ist flexibel und sorgt für eine gute Farbübertragung auch auf rauen Oberflächen.

Aniloxzylinder: Der Aniloxzylinder, auch Rasterwalze genannt, ist ein Zylinder im Flexodruck, der die Druckfarbe auf die Druckform überträgt. Seine Oberfläche ist mit feinen Näpfchen versehen, die eine definierte Menge an Farbe aufnehmen und abgeben. Die Feinheit des Aniloxzylinders ist entscheidend für die Druckqualität.

Prägezylinder: Ein Prägezylinder ist ein Zylinder, der für Prägungen im Druck verwendet wird. Er hat eine gravierte Oberfläche, die ein Relief in das Papier oder den Karton prägt. Prägezylinder werden für Veredelungen wie Blindprägungen oder Heißfolienprägungen eingesetzt.

Wechselzylinder: Ein Wechselzylinder ist ein Druckzylinder, der schnell und einfach aus der Druckmaschine ausgetauscht werden kann. Dies ermöglicht einen schnellen Auftragswechsel und reduziert die Rüstzeiten.

Luftzylinder: Ein Luftzylinder ist ein leichter Zylinder, der im Flexodruck verwendet wird. Er besteht aus einem leichten Kern und einer Hülse (Sleeve), auf der die Druckform montiert ist. Luftzylinder ermöglichen einen schnellen und einfachen Wechsel der Druckform.

3.4 Druckfarben und -materialien

Druckfarbe: Druckfarbe ist eine Substanz, die aus Farbmitteln (Pigmenten oder Farbstoffen), Bindemitteln, Lösungsmitteln und Additiven besteht. Sie wird verwendet, um ein Druckbild auf einen Bedruckstoff zu übertragen. Die Zusammensetzung der Druckfarbe variiert je nach Druckverfahren und Anforderungen.

Lumineszenzfarben: Lumineszenzfarben sind Druckfarben, die unter Lichteinwirkung leuchten. Man unterscheidet zwischen fluoreszierenden Farben (leuchten nur bei Bestrahlung mit UV-Licht) und phosphoreszierenden Farben (leuchten nach der Bestrahlung nach). Sie werden für Sicherheitsetiketten, Werbung und spezielle Effekte eingesetzt.

Haptiklack: Haptiklack ist ein spezieller Lack, der nach dem Druck aufgetragen wird, um eine fühlbare Oberflächenstruktur zu erzeugen. Er kann glatt, rau, samtig oder gummiartig sein und verleiht dem Druckprodukt eine besondere Haptik. Haptiklacke werden für Veredelungen und zur Steigerung der Wertigkeit eingesetzt.

3.5 Gravur und Lasertechnik

Lasergravur: Die Lasergravur ist ein Verfahren, bei dem Material mit einem Laserstrahl abgetragen wird, um eine dauerhafte Beschriftung oder ein Bild zu erzeugen. In der Druckindustrie wird die Lasergravur zur Herstellung von Tiefdruckzylindern, Flexodruckplatten und Prägestempeln eingesetzt.

Direktlasergravur: Die Direktlasergravur ist ein Verfahren, bei dem die Druckform direkt mit einem Laserstrahl graviert wird, ohne dass ein fotochemischer Prozess erforderlich ist. Dies ermöglicht eine hohe Präzision und eine schnelle Herstellung von Druckformen.

Laserätzung: Die Laserätzung ist ein Verfahren, bei dem eine Schutzschicht auf einem Material mit einem Laserstrahl entfernt wird. Anschließend wird das Material an den freigelegten Stellen geätzt. Dieses Verfahren wird zur Herstellung von metallischen Druckformen und Prägestempeln verwendet.

Laserbelichter: Ein Laserbelichter ist ein Gerät, das Druckplatten oder Filme mit einem Laserstrahl belichtet. Er ist ein zentraler Bestandteil des Computer-to-Plate (CtP) und Computer-to-Film (CtF) Workflows in der Druckvorstufe.

Elektromechanische Gravur: Die elektromechanische Gravur ist ein Verfahren zur Herstellung von Tiefdruckzylindern. Dabei wird ein Diamantstichel durch ein elektromagnetisches Feld in Schwingungen versetzt und graviert die Näpfchen in die Kupferschicht des Zylinders. Die Tiefe der Näpfchen steuert die Farbmenge und damit die Tonwerte im Druck.

Direkt Laser System: Ein Direkt Laser System (DLS) ist eine Anlage zur Direktlasergravur von Druckformen. Es ermöglicht eine vollautomatische und hochpräzise Herstellung von Flexo- und Tiefdruckformen.

Think-Laser: Think-Laser ist ein Markenname für eine spezielle Lasertechnologie, die in der Druckindustrie eingesetzt wird. Sie zeichnet sich durch eine hohe Präzision und Effizienz bei der Gravur von Druckformen aus.

4. WEITERVERARBEITUNG UND BINDUNG

4.1 Bindungsarten

Bindung: Die Bindung ist der Prozess, bei dem die einzelnen Blätter eines Buches oder einer Broschüre zu einem Block zusammengefügt werden. Es gibt verschiedene Arten von Bindungen, die sich in Haltbarkeit, Aussehen und Kosten unterscheiden.

Buch binden: Buch binden ist das Handwerk der Herstellung von Büchern. Es umfasst das Falzen der Druckbogen, das Zusammentragen der Lagen, das Heften oder Kleben des Buchblocks und das Anbringen des Umschlags.

Fadenbindung: Die Fadenbindung, auch Fadenheftung genannt, ist eine hochwertige und haltbare Bindeart. Dabei werden die gefalzten Druckbogen mit einem Faden zu einem Buchblock vernäht. Bücher mit Fadenbindung lassen sich gut aufschlagen und haben eine lange Lebensdauer.

Ringbindung: Bei der Ringbindung, auch Spiralbindung genannt, werden die einzelnen Blätter gelocht und mit einer Spirale aus Draht oder Kunststoff zusammengehalten. Die Ringbindung ist eine kostengünstige und flexible Bindeart, die sich gut für Handbücher, Kalender und Präsentationen eignet.

Heftbindung: Die Heftbindung, auch Rückstichheftung oder Klammerheftung genannt, ist eine einfache und kostengünstige Bindeart für Broschüren und Zeitschriften mit geringem Umfang. Dabei werden die gefalzten Bogen in der Mitte mit Drahtklammern zusammengeheftet.

Hardcover: Ein Hardcover ist ein fester Bucheinband aus Pappe, der mit Papier, Leinen oder einem anderen Material überzogen ist. Hardcover-Bücher sind robust, langlebig und haben eine hochwertige Anmutung.

Softcover: Ein Softcover, auch Taschenbuch oder Paperback genannt, ist ein flexibler Bucheinband aus Karton. Softcover-Bücher sind leichter und kostengünstiger als Hardcover-Bücher und eignen sich gut für den Massenmarkt.

4.2 Veredelung

Veredelung: Die Veredelung umfasst alle Techniken, die nach dem Druck angewendet werden, um ein Druckprodukt optisch oder haptisch aufzuwerten. Veredelungen können die Aufmerksamkeit auf ein Produkt lenken, seine Wertigkeit steigern und es vor Abnutzung schützen.

Prägung: Die Prägung ist ein Verfahren, bei dem ein Motiv mit einem Prägestempel und hohem Druck in das Papier oder den Karton eingepresst wird. Man unterscheidet zwischen Hochprägung (das Motiv tritt erhaben hervor), Tiefprägung (das Motiv wird vertieft eingeprägt) und Blindprägung (eine Prägung ohne Farbe oder Folie).

Blindprägung: Die Blindprägung ist eine Prägung ohne Farbe oder Folie. Sie erzeugt ein dezentes, aber edles Relief im Papier und wird oft für Logos, Schriftzüge oder Ornamente verwendet.

Debossing: Debossing ist der englische Begriff für Tiefprägung. Dabei wird das Motiv mit einem Prägestempel in das Papier hineingedrückt, so dass es vertieft erscheint.

Lackierung: Die Lackierung ist eine Veredelungstechnik, bei der eine Lackschicht auf das Druckprodukt aufgetragen wird. Man unterscheidet zwischen vollflächiger Lackierung und partieller Lackierung (Spotlackierung), bei der nur bestimmte Bereiche lackiert werden. Lacke können glänzend, matt, duftend oder mit speziellen Effekten versehen sein.

4.3 Schneiden und Falzen

Falzen: Das Falzen ist der Prozess, bei dem ein Druckbogen zu einer Lage gefalzt wird. Es gibt verschiedene Arten von Falzungen, z. B. den Wickelfalz, den Zickzackfalz oder den Kreuzbruchfalz. Das Falzen ist ein wichtiger Schritt in der Weiterverarbeitung, um die Seiten in die richtige Reihenfolge zu bringen.

Zuschuss: Der Zuschuss, auch Makulatur genannt, ist eine zusätzliche Menge an Papier, die für die Einrichtung der Druck- und Weiterverarbeitungsmaschinen benötigt wird. Er ist notwendig, um Farb- und Passer-Schwankungen auszugleichen und eine gleichbleibende Qualität in der gesamten Auflage zu gewährleisten.

Weiterverarbeitung: Die Weiterverarbeitung umfasst alle Arbeitsschritte, die nach dem Druck erfolgen, um ein fertiges Produkt herzustellen. Dazu gehören das Schneiden, Falzen, Zusammentragen, Heften, Binden, Prägen, Lackieren und Verpacken.

5. MATERIALIEN UND BEDRUCKSTOFFE

5.1 Papier

Bedruckstoff: Ein Bedruckstoff ist das Material, auf das gedruckt wird. Der häufigste Bedruckstoff ist Papier, aber es können auch Karton, Folien, Textilien, Kunststoffe oder Metalle bedruckt werden. Die Wahl des richtigen Bedruckstoffs hat einen großen Einfluss auf das Druckergebnis und die Anmutung des Produkts.

Naturpapier: Naturpapier ist ein ungestrichenes Papier mit einer rauen, natürlichen Oberfläche. Es hat eine angenehme Haptik und wird oft für hochwertige Drucksachen wie Bücher, Geschäftsausstattungen oder Einladungskarten verwendet.

holzfreies Papier: Holzfreies Papier ist ein hochwertiges Papier, das aus Zellstoff hergestellt wird, der chemisch aufbereitet wurde, um den Holzstoff (Lignin) zu entfernen. Es ist alterungsbeständig und vergilbt nicht so schnell wie holzhaltiges Papier. Holzfreies Papier wird für Bücher, Dokumente und andere langlebige Druckprodukte verwendet.

Grammatur: Die Grammatur, auch Flächengewicht genannt, gibt das Gewicht von Papier in Gramm pro Quadratmeter (g/m²) an. Sie ist ein Maß für die Dicke und die Stabilität des Papiers. Je höher die Grammatur, desto dicker und steifer ist das Papier.

5.2 Spezielle Materialien

Cellaxy: Cellaxy ist ein spezielles Verfahren zur Lasergravur von Tiefdruckzylindern. Es ermöglicht eine sehr feine und präzise Gravur von Details und wird für hochwertige Verpackungen und Sicherheitsdrucke eingesetzt.

6. VERLAGSWESEN UND BUCHPRODUKTION

6.1 Verlagsorganisation

Verlagswesen: Das Verlagswesen umfasst alle Aktivitäten, die mit der Produktion und dem Vertrieb von Büchern, Zeitschriften, Zeitungen und anderen Medien zusammenhängen. Verlage sind Unternehmen, die Manuskripte von Autoren auswählen, lektorieren, gestalten, drucken lassen und vermarkten.

Börsenverein des Deutschen Buchhandels: Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels ist der Interessenverband der deutschen Buchbranche. Er vertritt die Interessen von Verlagen, Buchhandlungen und Zwischenbuchhändlern und setzt sich für die Förderung des Buches und des Lesens ein.

Barsortiment: Ein Barsortiment ist ein Großhändler für Bücher, der Buchhandlungen über Nacht mit einem breiten Sortiment an Titeln beliefert. Es ist ein wichtiges Bindeglied zwischen Verlagen und Buchhandlungen und sorgt für eine schnelle Verfügbarkeit von Büchern.

ISBN: Die Internationale Standardbuchnummer (ISBN) ist eine eindeutige Nummer zur Kennzeichnung von Büchern und anderen selbstständigen Veröffentlichungen. Sie erleichtert die Bestellung, die Lagerhaltung und die bibliografische Erfassung von Büchern. Jede Ausgabe eines Buches (z. B. Hardcover, Taschenbuch, E-Book) erhält eine eigene ISBN.

Autorenvertrag: Ein Autorenvertrag ist ein Vertrag zwischen einem Autor und einem Verlag, der die Rechte und Pflichten beider Parteien regelt. Er legt unter anderem das Honorar des Autors, die Nutzungsrechte des Verlags und die Laufzeit des Vertrags fest.

Autorenhonorar: Das Autorenhonorar ist die Vergütung, die ein Autor für die Veröffentlichung seines Werkes erhält. Es kann als einmalige Zahlung, als prozentuale Beteiligung am Verkaufserlös (Tantieme) oder als Kombination aus beidem vereinbart werden.

Urheberschutz: Der Urheberschutz, auch Urheberrecht genannt, schützt die geistigen und persönlichen Rechte von Urhebern an ihren Werken. Er gibt dem Urheber das ausschließliche Recht, über die Vervielfältigung, Verbreitung und öffentliche Wiedergabe seines Werkes zu bestimmen. Das Urheberrecht entsteht automatisch mit der Schöpfung eines Werkes und muss nicht angemeldet werden.

6.2 Bucharten und -formate

Buchausstattung: Die Buchausstattung beschreibt die materielle Gestaltung eines Buches. Dazu gehören das Format, das Papier, der Einband, die Bindung, die Typografie und die Umschlaggestaltung. Die Ausstattung hat einen großen Einfluss auf die Wertigkeit und den Preis eines Buches.

Buchcover: Das Buchcover, auch Buchumschlag genannt, ist die äußere Hülle eines Buches. Es schützt den Buchblock und soll durch seine Gestaltung zum Kauf anregen. Das Cover enthält in der Regel den Titel, den Autor und den Verlag und ist ein wichtiges Marketinginstrument.

Biografie: Eine Biografie ist die Lebensbeschreibung einer Person. Sie kann von der Person selbst (Autobiografie) oder von einem anderen Autor verfasst werden. Biografien sind ein beliebtes Genre im Sachbuchmarkt.

Backbuch: Ein Backbuch ist ein Kochbuch, das sich auf Rezepte zum Backen von Kuchen, Torten, Brot und anderen Backwaren spezialisiert hat.

Broschüre: Eine Broschüre ist eine geheftete oder geklebte Druckschrift mit geringem Umfang. Sie wird oft für Werbe- und Informationszwecke eingesetzt.

Abizeitung: Eine Abizeitung, auch Abibuch oder Matura-Zeitung genannt, ist eine von Schülern erstellte Zeitung oder ein Buch, das anlässlich des Abiturs oder der Matura veröffentlicht wird. Sie enthält in der Regel Steckbriefe der Schüler, Berichte über die Schulzeit und Fotos.

6.3 Produktionsverfahren

Book on Demand: Book on Demand (BoD), auch Print on Demand (PoD) genannt, ist ein Produktionsverfahren, bei dem Bücher erst dann gedruckt werden, wenn eine Bestellung vorliegt. Dies ermöglicht die Veröffentlichung von Büchern ohne finanzielle Vorleistung und ohne das Risiko von Ladenhütern. BoD wird durch den Digitaldruck ermöglicht.

Print on Demand: Print on Demand (PoD) ist ein Geschäftsmodell, bei dem Produkte erst nach der Bestellung bedruckt werden. Es wird nicht nur für Bücher, sondern auch für T-Shirts, Tassen, Poster und andere personalisierte Produkte eingesetzt.

Auflage: Die Auflage ist die Anzahl der Exemplare eines Buches oder einer anderen Druckschrift, die in einem Druckgang hergestellt werden. Man unterscheidet zwischen Erstauflage und Neuauflagen.

Kleinauflage: Eine Kleinauflage ist eine Druckauflage mit einer geringen Stückzahl, in der Regel unter 500 Exemplaren. Der Digitaldruck hat die Produktion von Kleinauflagen wirtschaftlich gemacht.

7. DIGITALE MEDIENPRODUKTION

7.1 Grundlagen

Medienproduktion: Die Medienproduktion umfasst die Herstellung von Medienprodukten wie Filmen, Fernsehsendungen, Musik, Computerspielen, Websites und anderen digitalen Inhalten. Sie ist ein komplexer Prozess, der von der Konzeption über die Produktion bis zur Postproduktion reicht.

Digitaltechnik: Die Digitaltechnik ist die Grundlage für die moderne Medienproduktion. Sie basiert auf der Verarbeitung von digitalen Signalen, die in Form von Nullen und Einsen (Bits) dargestellt werden. Die Digitaltechnik ermöglicht eine verlustfreie Speicherung, Übertragung und Bearbeitung von Daten.

Screendesign: Screendesign ist die Gestaltung von Benutzeroberflächen für digitale Medien wie Websites, Apps oder Software. Es umfasst die Anordnung von Texten, Bildern, Videos und interaktiven Elementen, um eine intuitive und benutzerfreundliche Bedienung zu ermöglichen.

7.2 Grafik und Bildbearbeitung

Pixelgrafik: Eine Pixelgrafik, auch Rastergrafik genannt, ist ein digitales Bild, das aus einer Anordnung von einzelnen Bildpunkten (Pixeln) besteht. Jedes Pixel hat eine bestimmte Farbe und Position. Pixelgrafiken eignen sich gut für Fotos und komplexe Bilder, können aber bei Vergrößerung an Qualität verlieren. Gängige Dateiformate für Pixelgrafiken sind JPEG, PNG und GIF.

Vektorgrafik: Eine Vektorgrafik ist ein digitales Bild, das aus geometrischen Objekten wie Linien, Kurven und Polygonen besteht. Diese Objekte werden durch mathematische Formeln beschrieben. Vektorgrafiken können ohne Qualitätsverlust beliebig skaliert werden und eignen sich gut für Logos, Illustrationen und technische Zeichnungen. Gängige Dateiformate für Vektorgrafiken sind SVG, AI und EPS.

3D-Grafik: Die 3D-Grafik befasst sich mit der Erstellung von dreidimensionalen Objekten und Szenen am Computer. Sie wird in der Filmindustrie, in der Computerspielentwicklung, in der Architektur und im Produktdesign eingesetzt. 3D-Grafiken können animiert und aus verschiedenen Perspektiven betrachtet werden.

Infografik: Eine Infografik ist eine visuelle Darstellung von Informationen, Daten oder Wissen. Sie kombiniert Texte, Bilder und Grafiken, um komplexe Zusammenhänge verständlich und ansprechend zu vermitteln. Infografiken werden in Zeitungen, Zeitschriften, auf Websites und in Präsentationen eingesetzt.

Bildbearbeitung: Die Bildbearbeitung umfasst alle Techniken zur Veränderung und Optimierung von digitalen Bildern. Dazu gehören die Farbkorrektur, die Retusche, die Freistellung von Objekten und die Anwendung von Filtern und Effekten. Professionelle Bildbearbeitungsprogramme wie Adobe Photoshop bieten eine Vielzahl von Werkzeugen für die Bildmanipulation.

Bildausgabe: Die Bildausgabe bezeichnet die Darstellung von digitalen Bildern auf einem Ausgabegerät wie einem Monitor, einem Drucker oder einem Belichter. Die Qualität der Bildausgabe hängt von der Auflösung des Bildes, dem Farbraum des Geräts und der Kalibrierung des Systems ab.

7.3 Projektmanagement

Briefing: Ein Briefing ist eine kurze und präzise Zusammenfassung der Anforderungen und Ziele eines Projekts. Es dient als Grundlage für die Zusammenarbeit zwischen Auftraggeber und Auftragnehmer und stellt sicher, dass alle Beteiligten ein gemeinsames Verständnis von der Aufgabe haben.

Projektmanagement: Das Projektmanagement umfasst die Planung, Steuerung und Kontrolle von Projekten. Ziel ist es, ein Projekt termingerecht, im Rahmen des Budgets und in der geforderten Qualität abzuschließen. Zum Projektmanagement gehören Aufgaben wie die Definition von Zielen, die Erstellung von Zeitplänen, die Zuweisung von Ressourcen und die Kommunikation mit den Beteiligten.

Medienkonzeption: Die Medienkonzeption ist der erste Schritt in der Entwicklung eines Medienprodukts. Sie umfasst die Analyse der Zielgruppe, die Definition der Ziele, die Entwicklung einer kreativen Idee und die Erstellung eines Konzepts, das als Leitfaden für die weitere Produktion dient.

Kalkulation: Die Kalkulation ist die Berechnung der voraussichtlichen Kosten eines Projekts. Sie berücksichtigt alle anfallenden Kosten wie Personal, Material, Lizenzen und Fremdleistungen. Eine sorgfältige Kalkulation ist die Grundlage für ein wirtschaftlich erfolgreiches Projekt.

8. BERUFSBILDER UND AUSBILDUNG

8.1 Ausbildungsberufe

Mediengestalter: Mediengestalter Digital und Print ist ein anerkannter Ausbildungsberuf in Deutschland. Mediengestalter gestalten Medienprodukte und bereiten Daten für den digitalen oder gedruckten Einsatz auf. Die Ausbildung dauert drei Jahre und erfolgt im dualen System, also im Betrieb und in der Berufsschule. Es gibt die Fachrichtungen Gestaltung und Technik, Beratung und Planung sowie Konzeption und Visualisierung.

Medientechnologe Druck: Medientechnologe Druck ist ebenfalls ein anerkannter Ausbildungsberuf. Medientechnologen richten Druckmaschinen ein, steuern den Druckprozess und überwachen die Qualität der Druckerzeugnisse. Die Ausbildung dauert drei Jahre und hat die Schwerpunkte Offsetdruck, Tiefdruck, Flexodruck oder Siebdruck.

Buchbinder: Buchbinder ist ein traditioneller Handwerksberuf. Buchbinder stellen Bücher, Broschüren und andere Druckerzeugnisse in Handarbeit oder maschinell her. Sie sind für die Weiterverarbeitung der gedruckten Bogen zuständig und beherrschen verschiedene Techniken des Schneidens, Falzens, Heftens und Bindens.

8.2 Qualitätsmanagement

Qualitätsmanagement: Qualitätsmanagement (QM) umfasst alle Maßnahmen zur Sicherstellung und Verbesserung der Qualität von Produkten und Dienstleistungen. In der Druckindustrie bezieht sich das QM auf den gesamten Produktionsprozess, von der Datenannahme über die Druckvorstufe und den Druck bis zur Weiterverarbeitung. Ziel ist es, eine gleichbleibend hohe Qualität zu gewährleisten und die Kundenzufriedenheit zu steigern.

Living PSO: Living PSO (ProzessStandard Offsetdruck) ist eine Weiterentwicklung des ProzessStandard Offsetdruck (PSO). Es ist ein Qualitätsmanagementsystem, das eine kontinuierliche Überwachung und Optimierung des Druckprozesses vorsieht. Betriebe, die nach Living PSO zertifiziert sind, weisen eine besonders hohe und stabile Druckqualität nach.

9. TECHNISCHE BEGRIFFE

9.1 Mess- und Prüftechnik

Densitometrie: Die Densitometrie ist ein Messverfahren zur Bestimmung der Farbdichte von Druckfarben. Mit einem Densitometer wird die Lichtabsorption einer bedruckten Fläche gemessen. Die Densitometrie ist ein wichtiges Instrument zur Qualitätskontrolle im Druck und hilft, eine gleichmäßige Farbigkeit in der gesamten Auflage sicherzustellen.

Andruck: Ein Andruck ist ein Probedruck, der unter realen Produktionsbedingungen auf der Auflagendruckmaschine erstellt wird. Er dient zur finalen Abstimmung der Farben und zur Freigabe durch den Kunden. Ein Andruck ist aufwendiger und teurer als ein Proof, bietet aber die höchste Farbverbindlichkeit.

Nichtpasser: Nichtpasser, auch Passer oder Passerdifferenzen genannt, sind unerwünschte Verschiebungen zwischen den einzelnen Druckfarben. Sie führen zu unscharfen Kanten und unsauberen Farbübergängen. Eine genaue Einstellung der Druckmaschine ist erforderlich, um Passerprobleme zu vermeiden.

Trapping: Trapping, auch Überfüllung oder Unterfüllung genannt, ist eine Technik in der Druckvorstufe, um Blitzer zu vermeiden. Dabei werden an den Kanten von aneinandergrenzenden Farbflächen schmale Überlappungen erzeugt. Diese Überlappungen kompensieren geringe Passerungenauigkeiten in der Druckmaschine und sorgen für ein sauberes Druckbild.

Blitzer: Ein Blitzer ist ein feiner, unerwünschter Spalt zwischen zwei aneinandergrenzenden Farbflächen. Er entsteht durch geringe Passerungenauigkeiten in der Druckmaschine, wenn die Farbflächen nicht exakt aneinanderstoßen. Blitzer können durch Trapping vermieden werden.

9.2 Spezielle Verfahren

Galvanischer Prozess: Ein galvanischer Prozess, auch Galvanik genannt, ist ein elektrochemisches Verfahren zur Abscheidung von metallischen Schichten auf Oberflächen. In der Druckindustrie wird die Galvanik zur Verkupferung und Verchromung von Tiefdruckzylindern eingesetzt.

Galvanoplastischer Screen: Ein galvanoplastischer Screen ist ein Sieb für den Rotationssiebdruck, das durch einen galvanischen Prozess hergestellt wird. Es besteht aus einer dünnen Nickelschicht und zeichnet sich durch eine hohe Präzision und Langlebigkeit aus.

Direktdruck: Der Direktdruck ist ein Druckverfahren, bei dem die Druckfarbe direkt von der Druckform auf den Bedruckstoff übertragen wird. Beispiele für den Direktdruck sind der Hochdruck, der Tiefdruck und der Siebdruck.

Dekordruck: Der Dekordruck ist ein spezielles Druckverfahren zur Bedruckung von dekorativen Oberflächen wie Möbelplatten, Laminatböden oder Tapeten. Dabei werden Holz-, Stein- oder Fantasiedekore auf Papier oder Folie gedruckt, die dann auf das Trägermaterial aufgebracht werden.

Verpackungsdruck: Der Verpackungsdruck ist ein wichtiger Bereich der Druckindustrie. Er umfasst die Bedruckung von Verpackungen aus Papier, Karton, Kunststoff, Metall oder Glas. Die wichtigsten Druckverfahren im Verpackungsdruck sind der Flexodruck, der Tiefdruck und der Offsetdruck.

9.3 Hilfsmittel und Werkzeuge

Rakel: Eine Rakel ist ein Werkzeug, das im Tiefdruck und im Siebdruck verwendet wird. Im Tiefdruck entfernt die Rakel die überschüssige Farbe von der Oberfläche des Druckzylinders. Im Siebdruck drückt die Rakel die Farbe durch das Sieb auf den Bedruckstoff.

Dummy: Ein Dummy ist ein unbedrucktes Muster eines Buches oder einer Broschüre. Er dient zur Veranschaulichung des Formats, des Papiers, der Bindung und der Haptik des fertigen Produkts. Ein Dummy wird oft in der Angebotsphase oder zur Präsentation beim Kunden eingesetzt.

Mock-up: Ein Mock-up ist ein visueller Entwurf oder ein Modell eines Produkts. In der Medienproduktion kann ein Mock-up ein Layoutentwurf für eine Website, ein Storyboard für einen Film oder ein Prototyp für eine App sein. Es dient zur Veranschaulichung der Idee und zur Abstimmung mit dem Kunden.

Outline: Eine Outline ist eine Gliederung oder ein Strukturentwurf für einen Text, eine Präsentation oder ein anderes Medienprodukt. Sie hilft, die Inhalte zu organisieren und einen roten Faden zu entwickeln.

Steg: Ein Steg ist ein unbedruckter Bereich zwischen den Nutzen auf einem Druckbogen. Er ist notwendig für die Weiterverarbeitung, z. B. zum Greifen des Bogens in der Druckmaschine oder zum Schneiden.

Näpfchen: Näpfchen sind kleine Vertiefungen in der Oberfläche eines Tiefdruckzylinders oder einer Rasterwalze. Sie nehmen die Druckfarbe auf und geben sie an das Papier oder die Druckform ab. Die Größe und Tiefe der Näpfchen bestimmen die Farbmenge und damit die Tonwerte im Druck.

Kissenpunkt: Ein Kissenpunkt ist ein Rasterpunkt, der in der Mitte dicker ist und zu den Rändern hin ausläuft. Er wird in speziellen Rastern verwendet, um weiche Verläufe und eine gute Detailwiedergabe zu erzielen.

Lackschablone: Eine Lackschablone ist eine Schablone, die für die partielle Lackierung im Siebdruck verwendet wird. Sie deckt die Bereiche ab, die nicht lackiert werden sollen, und lässt die zu lackierenden Bereiche frei.

Wechselform: Eine Wechselform ist eine Druckform, die schnell und einfach ausgetauscht werden kann. Sie wird in Druckmaschinen eingesetzt, die für häufige Auftragswechsel ausgelegt sind.

PostScript: PostScript ist eine Seitenbeschreibungssprache, die von Adobe entwickelt wurde. Sie beschreibt das Aussehen einer gedruckten Seite in einer geräteunabhängigen Form. PostScript war lange Zeit der Standard für professionelle Drucksysteme und wird auch heute noch in vielen Bereichen der Druckindustrie verwendet. PostScript-Schriften sind vektorbasiert und können ohne Qualitätsverlust skaliert werden.

TrueType: TrueType ist ein Schriftformat, das von Apple entwickelt und später auch von Microsoft übernommen wurde. TrueType-Schriften sind vektorbasiert und enthalten mathematische Beschreibungen der Schriftzeichen. Sie können ohne Qualitätsverlust in jeder Größe dargestellt werden und sind sowohl für Bildschirm- als auch für Druckausgabe geeignet. TrueType-Dateien haben die Endung .ttf.

OpenType: OpenType ist ein modernes Schriftformat, das von Adobe und Microsoft gemeinsam entwickelt wurde. Es basiert auf TrueType, bietet aber erweiterte typografische Funktionen wie Ligaturen, alternative Zeichen und erweiterte Sprachunterstützung. OpenType-Schriften können sowohl PostScript- als auch TrueType-Umrisse enthalten und sind plattformübergreifend kompatibel. OpenType-Dateien haben die Endung .otf oder .ttf.

Schriftformat: Ein Schriftformat definiert, wie digitale Schriften gespeichert und dargestellt werden. Die wichtigsten Schriftformate in der professionellen Typografie sind PostScript (Type 1), TrueType und OpenType. Jedes Format hat spezifische Eigenschaften bezüglich Qualität, Kompatibilität und verfügbaren typografischen Funktionen. Die Wahl des richtigen Schriftformats ist wichtig für die Qualität und Kompatibilität von Druckprodukten.